Wir über Uns - Biogasanlage Homberg

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Wir über Uns


Biogas     -     Ein Thema für die Zukunft

Begehrter Energieträger


Biogas als Energieträger

Biogas und aufbereitetes Biogas in Erdgasqualität wird in Zukunft eine große Rolle spielen. Als Energieträger kann es so flexibel wie Erdgas genutzt werden, um Strom und Wärme zu gewinnen. Nachwachsende Rohstoffe und Gülle sind die Energielieferanten für Biogasanlagen.

Nordhessens größte Anlage

Für die Standortwahl einer Biogasanlage ist die Verfügbarkeit nachwachsender Rohstoffe von großer Bedeutung. In Homberg / Efze sind die Bedingungen ideal. Deswegen bauten die Städtische Werke AG zusammen mit dem Regionalbauernverband Kurhessen, dem Maschinenring Schwalm-Eder und landwirtschaftlichen Unternehmern aus der Region eine solche Biogasanlage. Sie ist derzeit die größte Anlage Nordhessens und kann den Erdgasverbrauch von mind. 1.400 Haushalten decken.

Energielieferanten

In Homberg werden jährlich ca. 20.000 Tonnen Maissilage, Ganzpflanzensilage, Grassilage sowie Grasschnitt und ca. 10.000 Kubikmeter Gülle als Substrat verarbeitet.


Herstellung von Biogas

Zunächst werden die organischen Ausgangssubstanzen im Fermenter und im Nachgärbehälter vergoren. Um den Vergärungsprozess in Gang zu halten, wird das Substrat in diesen Prozessstufen aufgeheizt, auf Temperatur gehalten und kontinuierlich aufgerührt.
Bei dem Vergären entsteht das so genannte Biogas, welches aus fast gleichen Teilen Methan und Kohlendioxid besteht.
Im Nachgärbehälter wird das Biogas beider Prozessstufen aufgefangen, um eine noch effizientere Ausnutzung des vergorenen Substrates zu erzielen. Anschließend wird das Biogas entschwefelt und entwässert, um dann den Methangehalt im Biogas mit Hilfe eines Aufbereitungsverfahrens - z. B. Druckwechselabsorption oder Druckwasserwäsche - von ca. 53 Vol.% auf über 96 Vol.% anzureichern, indem das Kohlenstoffdioxid aus dem Biogas abgeschieden wird.



Einspeisung ins Erdgasnetz

Das so erzeugte Erdgasäquivalent wird verdichtet, im Druck geregelt, in der Qualität kontinuierlich überwacht und so in das bestehende Erdgasnetz eingespeist. Über dieses wird es dann zum Verbraucher transportiert. Das Gas kann somit unabhängig vom Standort der Biogasanlage sinnvoll
genutzt und eingesetzt werden.

Konversionsprodukte & Gärrest

Die Energieerzeugung erfolgt über extern platzierte Blockheizkraftwerke am Verbraucher. Dort entstehen Konversionsprodukte, die sowohl als (Ab-)Wärme beim Beheizen von Gebäuden zur Verfügung stehen, aber auch als erzeugter Strom in das vorhandene Stromnetz eingespeist werden. Der verbleibende Gärrest (nahezu geruchsneutral) aus dem Fermenter und dem Nachgärer
dient den Landwirten als hochwertiger NPK-Dünger (Stickstoff/Phosphor/Kalium) für ihre Felder.

Technische Daten

Biogasproduktion

ca. 650 Nm³/h*

Biomethanerzeugung

ca. 330 Nm³/h*

Einspeisekapazität / Jahr

ca. 30 Mio. kWh

Einspeisung

öffentliches Gasnetz

Abnahme

20 Jahre Energieliefervertrag mit  der Städtischen Werke AG

Baubeginn

2. Quartal 2008

Inbetriebnahme Biogasanlage

Mai / Juni 2009

* Normkubikmeter

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